Was hat meinen Glauben nachhaltig geprägt?

September 24, 2018

Aufgrund verschiedener Jubiläen habe ich darüber nachgedacht, was mein Leben und meinen Glauben nachhaltig geprägt hat.

Ich habe unterschiedliche Formen kennen gelernt, wie man Glauben leben kann. Das hat meinen Horizont geweitet, aber auch den Blick auf das Wesentliche geschärft.

Petrus hat es auf den Punkt gebracht, als er zu Jesus sagte: „Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes“ (Matthäus 16,16). Papst Franziskus hat in diesem Zusammenhang (am 22. Februar 2016) den Kirchenvater Augustinus zitiert und gesagt, dass Jesus „der Fels ist, auf den wir bauen müssen“. Das Bekenntnis von Petrus, „Jesus ist der erwartete jüdische Messias“, ist das Wesentliche und das Fundament, auf dem Jesus seine Bewegung aufbaut.

Eine wesentliche Erfahrung ist, dass nicht unsere Aktion, sondern unser Sein zentral ist: „SEIN, ohne etwas sein zu wollen“. Die Frage ist: Bin ich oder möchte ich etwas sein oder haben? Viele kämpfen

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Warum fasten

Februar 14, 2018
Mit dem Aschermittwoch (2018 Mittwoch 14. Februar) beginnen die Christen der Westkirche die 40-tägige Fastenzeit. Sie ist die Vorbereitung auf Ostern, das Fest der Auferstehung Jesu. Früher galten für diese Zeit strenge Regeln.
 
Der befristete Verzicht auf Speisen und Getränke soll Körper und Seele reinigen, einen Zustand innerer Ruhe herbeiführen, Raum für Gebet und Meditation schaffen.
 
Fasten ist ein freiwilliger Verzicht und stärkt den Charakter. Es hilft, sich auf etwas zu konzentrieren und sich selbst zu beherrschen.
Fasten soll kein Hungerstreik vor Gott sein.
Das neue Fasten von Jesus soll kein geistlicher Verdienst sein, sondern neue Energie freisetzen.
 
Fasten ist in der Bibel fest verankert. Der ursprüngliche Sinn des Fastens bestand darin, sich so vor Gott zu demütigen und damit die Ernsthaftigkeit der Gebete zu unterstreichen (Esra 8,21 / Jesaja 58,3).
 
Doch bei den Pharisäern (einer jüdischen Gemeinschaft) wurde das Fasten zu einem äußeren Ritus, der möglichst publik werden sollte.
 
Jesus deutet an, dass das Fasten seiner Jünger etwas Neues sein wird. Dieses Fasten lässt sich nicht in das jüdische Muster hineinflicken. Wie ein neuer Wein einen neuen Schlauch braucht, so brauchen seine Nachfolger eine neue Art von Fasten.
 
Fasten ist eher eine Liebeserklärung an Gott. Man sagt damit: Du bist für mich wichtiger als Essen und Trinken.
 
Ohne Gebet fehlt dem Fasten die Tiefendimension. Deshalb soll Fasten uns das Gebet nicht schwerer, sondern leichter machen.
 
Wer fastet, bringt damit seine Ohnmacht und Abhängigkeit von Gott zum Ausdruck.
 
So liegt der eigentliche Sinn vom Fasten darin, dass wir unseren mangelnden Glauben durch das Fasten überwinden und einen neuen Blick für Gottes Möglichkeiten bekommen.
 
Beim Fasten, von dem Jesus sprach, steht nicht der Verzicht im Zentrum. Fasten heißt vielmehr: etwas loslassen, um Zeit mit Gott zu haben.
 

Ich bin der Beschenkteste aller Menschen

Februar 3, 2018
Herr, ich habe Dich um Kraft gebeten,
um Erfolg zu haben;
du hast mich schwach werden lassen,
damit ich gehorchen lerne.
 
Ich habe Dich um Gesundheit gebeten,
um große Dinge zu tun;
ich habe die Krankheit erhalten,
um Besseres zu lernen.
 
Ich habe Dich um Reichtum gebeten,
um glücklich zu sein;
ich habe die Armut erhalten,
um weise zu werden.
 
Ich habe Dich um Macht gebeten,
um von den Menschen geschätzt zu werden;
ich habe die Ohnmacht erhalten,
um Verlangen nach dir zu verspüren.
 
Ich habe Dich um Freundschaft gebeten,
um nicht allein leben zu müssen;
du hast mir eine Herz gegeben,
um alle meine Brüder und Schwestern zu lieben.
 
Ich habe nichts gehabt von dem,
was ich erbeten hatte;
dennoch habe ich alles gehabt,
was ich erhofft hatte.
 
Fast gegen meinen Willen sind,
meine ungesagte Gebete erhört worden.
 
Ich bin der Beschenkteste aller Menschen. Dank Dir, Herr!
 
Inschrift in einem Spital in England und in einem Wartesaal in New York
 

Mein Lebensziel war Erleuchtung zu finden

Januar 2, 2018

Viele Jahre lebt Wilhelm Trienen in tibetischen Klöstern und wird schließlich selbst ein berühmter buddhistischer Lama. Doch trotz aller Bemühungen ist er nach Jahren nicht erleuchtet sondern nur enttäuscht.   weiterlesen …

 


Warum Christen hinter einem jüdischen Staat stehen

Dezember 27, 2017
Der christliche Glaube ist nicht an eine politische Haltung gebunden. Dennoch stehen Christen in allen Parteien für die ethischen Werte und Solidarität ein. Jesus Christus zwingt niemandem den Glauben auf. Er ist eine freiwillige Entscheidung. In der Politik jedoch muss man verbindliche Rahmenbedingungen finden.
 
Aus reinen Beobachtungen wird klar, dass im jüdischen Staat mehr Religionsfreiheit herrscht als in einem muslimischen Staat. Deshalb begrüßen Christen die Freiheit in Jerusalem und kritisieren die willkürlichen Bestimmungen in Bethlehem. Konvertieren Einheimische zum christlichen Glauben, dann müssen sie in den muslimischen Gebieten um ihr Leben fürchten. Anerkennt ein Jude Jesus als den jüdischen Messias, dann gehen zwar alte Beziehungen in Brüche, doch er wird nicht mit dem Tod bedroht. In Israel existiert ein funktionierendes Rechtssystem. Zeitweise erscheint es verwirrend, weil es je nach Standort drei unterschiedliche Bodenrechte gibt.
 
Demokratie heißt, die Mehrheit prägt die Form einer Gesellschaft. Als Christen bringen wir unsere Werte mit ein – auch im Nahen Osten. Wir verurteilen die ständige Dämonisierung der Juden und Hetze zur Vernichtung Israels. Wir stehen ein für die geschichtliche und archäologische Verbundenheit zu den biblischen Orten im Nahen Osten. Als Christen halten wir daran fest, dass Jesus sich selbst als jüdischer Messias verstanden hat und sein Reich für alle Menschen aus allen Nationen offen steht.
 

Guru begegnet Jesus

Dezember 26, 2017
Die Religionen geben uns die Illusion, dass wir göttliche Macht erhalten, führen uns aber in die Selbstaufgabe und rauben uns unsere Persönlichkeit. Wir werden instrumentalisiert.
 
Jesus dagegen entfaltet unsere Persönlichkeit, indem wir – weil wir sind – von ihm geliebt werden. Durch das Annehmen seiner Liebe und Vergebung werden auch wir fähig zu lieben und zu vergeben. Göttliche Vollmacht ist der freiwillige Verzicht auf Macht, damit sich die Liebe entfalten kann.
 

2 Millionen Kilometer auf der Suche

Dezember 12, 2017
Talk mit Klaus Kenneth Dezember 2017
 
Zwölf Jahre zog Klaus Kenneth in Europa, Asien und Südamerika umher. Auf der Suche nach der Wahrheit, Frieden und Liebe. Der Weg war gefährlich und voll Enttäuschungen, Hass, Drogen und Tod. Leer und enttäuscht von Philosophien, Lehren und Religionen kehrte er zurück, um bei Jesus Christus Frieden für seine verletzte Seele zu finden.
 

Kirchen ohne Pfarrer

November 23, 2017
In der Anglikanischen Kirche von Neuseeland wird das Konzept «Local Shared Ministry» angewendet. Das heisst, dass die Dienste und Ämter in einer Kirchgemeinde zwischen angestellten und freiwilligen, aber offiziell eingesetzten Mitarbeitenden verteilt werden. Dahinter steckt die Idee des «Allgemeinen Priestertums aller Gläubigen». In der Anglikanischen Kirche von Neuseeland hat das Konzept ermöglicht, dass viele arme Landgemeinden, die weder einen Priester fanden noch einen bezahlen können, wieder zum Blühen gekommen sind.
 
Ralph Kunz, Professor für Praktische Theologie an der Universität Zürich erklärt, dass das Erfolgsgeheimnis der neu florierenden Gemeinden in Neuseeland darin liege, dass
 

Glaube und Wahrheit – 500 Jahre nach der Reformation

November 17, 2017
In der Reformation drehte sich alles um Glaube und Wahrheit. Luther sagte auf dem Reichstag in Worms: „Ich stehe hier und kann nicht anders.“
 
Heute geht es bei vielen im Glauben mehr um persönliche Ansichten. Es geht nicht nicht mehr um exegetische Bibelwahrheiten, sondern um eine zeitgenössische Befindlichkeit. Nicht was die Bibel sagt, ist die Wahrheit, sondern was die Menschen mehrheitlich mögen.
 
Darum geht es bei vielen im christlichen Glauben nicht mehr um die Frage, wie ich gerettet werde (Soteriologie) sondern um Lebenshilfe.
 
Es gibt aber auch eine andere Bewegung. Menschen, die das Wirken Gottes erlebt haben und deshalb sich nach seinen Worten ausrichten und in ihrem persönlichen Leben mit ihm rechnen. Man schreibt Gott nicht vor, wie er heute zu denken hat, sondern man achtet auf seine Worte, weil er als Schöpfer besser weiss, was für seine Geschöpfe gut ist.
 

Schamanin: „Ich sah Dämonen in Menschen“

Oktober 9, 2017

 
Auf der Suche nach übersinnlichen Erfahrungen probiert Zoe Bee alles aus, was die Esoterik hergibt. Schließlich lässt sie sich zur Schamanin ausbilden. Doch diese Welt hat ihre Schattenseite: Zoe Bee sieht Dämonen und hat Albträume. Statt Frieden zu finden, beherrscht Angst ihr Leben. Eine Frage wird in der Zeit immer drängender: Wer ist Jesus wirklich?
 
Mit knapp 17 Jahren zog ich von zu Hause aus. Früh liess ich Schamanin: „Ich sah Dämonen in Menschen“ weiterlesen →
 

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